Grundig CN1000

Kassettendeck CN 1000 von Grundig

Das Luxus-Kassettendeck  Grundig CN 1000

Das CN 1000 kam ca. 1977 auf den Markt und war damals wohl das Spitzenmodell der Firma Grundig. Als ich das Gerät bekam, war ich doch etwas erstaunt über die Grösse und vor allem das Gewicht (ca. 6,7 KG). Es hat zahlreiche Funktionen und Ausstattungsmerkmale, die für die damalige Zeit bestimmt ungewöhnlich waren wie die elektronische Laufwerkssteuerung, die Laufanzeige und das, oder besser gesagt die Bandzählwerke (eins davon mit Memory-Stop), um nur ein paar Besonderheiten zu nennen. Es wurde auch im Gegensatz zu späteren Kassettengeräten von Grundig noch in Deutschland hergestellt.

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Hier handelt es sich im die Ausführung in Schwarz-Silber. Es gab noch Geräte mit ganz schwarzem Gehäuse.

Das hier vorgestellte Gerät war, als ich es bekam, funktionsfähig. Lediglich die Keilriemen mussten nach der langen Zeit gewechselt und das Gerät von innen und aussen gründlich gereinigt werden. Die Aufnahmen mit diesem Gerät klingen auch nach mehr als dreissig Jahren klar und deutlich; besser als so manches, was heutige Geräte aufzeichnen.

Hier zu sehen ein besonderes Gimmick, die optische Bandlaufanzeige. Beim Bandlauf dreht sich ein orangeleuchtender Lichtpunkt entweder im oder entgegen den Uhrzeigersinn. Dies ist nicht nur eine nette Spielerei, sondern kann durchaus nützlich sein, um mit einem kurzen Blick zu sehen, ob sich die Spulen noch drehen oder ob das Band schon zu Ende ist. Darunter befinden sich die beiden Zählwerke. Beim unteren ist die Memory-Stop-Funktion aktiv. Wenn man den Knopf drückt, wird das Zählwerk durch eine schwarze Blende abgedeckt und die Funktion ist deaktiviert. Gleichzeitig wird beim Drücken des Knopfes das Zählwerk auf Null gestellt.

Ein Blick auf die Regler und Drehknöpfe. Mit diesen können die Kopfhörerlautstärke, die Mikrofonpegel und der Eingangspegel der DIN-Buchse eingestellt werden, letzterer leider nicht kanalgetrennt. Darüber die Bedienelemente für Ein-Aus, Bandsorte, Dolby NR (damals gabs nur Dolby B), automatische oder manuelle Aussteuerung und Eingangswahl. Die gewählten Einstellungen sind entweder durch die Schalterstellung sichtbar oder werden durch Leuchtdioden angezeigt (Bandsorte und Dolby NR).

Die schönen grossen Anzeigeinstrumente. Die Leuchtdioden in den Instrumenten leuchten bei Aufnahme.

Hier zu sehen das geöffnete Gerät mit aufgeklappter Platine. Dies ist sehr servicefreundlich, ebenso die Steckverbindungen.

Das ausgebaute Laufwerk. Mit nur zwei Schrauben befestigt (ausser den Gehäuseschrauben) und steckbaren Anschlüssen ist es sehr einfach auszubauen. Das weisse Teil zwischen Tonkopf und Andruckrolle ist der Kopf für die Diasynchronisierung. Wie oft das bei diesem Gerät wohl verwendet wurde?

Die Ansicht auf die Rückseite des Laufwerks. Oben links zu sehen ist der Motor, darunter das schwere Schwungrad und die Schaltkontakte. Rechts befinden sich mehrere Elektromagnete für die Ausführung der Funktionen. Allein das Laufwerk bringt schon ca. 2,1 KG auf die Waage. Man hat den Eindruck, es wäre für die Ewigkeit gebaut worden.

Die Laufwerkssteuerung mit elf (!) Logik-ICs.

Ein Blick auf die Verstärkerplatine.

Fotos und Texte: Gerd Weichhaus

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