Philips N 4511

N 4511 Tonbandgerät von Philips

Das N 4511 als direkter Nachfolger des N 4510

Das N 4511 von Philips ähnelt sehr dem schon gezeigten N 4510. Tatsächlich handelt es sich hier um das direkte Nachfolgemodell. Nicht nur die Funktionen des N 4511 entsprechen denen des N 4510, sondern auch die Positionen und Funktionen der Bedienelemente. Wer etwas genauer hinschaut, kann aber schon die ersten Unterschiede zum N 4510 erkennen.

Die verschiebbare Abdeckung der Frontanschlüsse fehlt beim N 4511 komplett (warum auch immer...). Die Laufwerkssteuerung mit den beleuchteten Tasten dagegen entspricht der des Vorgängermodells.

Bei diesem Gerät war leider eines der Glühlämpchen für die Aussteuerungsinstrumente durchgebrannt. Aber es gibt Schlimmeres... Ein passendes Ersatzlämpchen war schnell eingelötet. Laut Schaltbild besitzt es die Daten 19 Volt und 40 Milliampere.

Das Zählwerk lässt sich so einstellen, dass das Laufwerk bei jeder Anzeige zwischen "0000" und "8999" automatisch gestoppt wird. Leider funktioniert der Autostop bei diesem Exemplar des N 4511 (noch) nicht. Die Funktionsschalter sind übrigens nicht beleuchtet, wie dies beim N 4510 noch der Fall war.

Ich bin sehr froh, dass dieses Gerät noch in einem recht guten Zustand ist. Auch die sonst übliche Riemenpest bei Philips-Tonbandgeräten blieb mir hier erspart.

Dieses N 4511 besitzt schon die schwarz-grünen Longlife-Tonköpfe, die auch in späteren Modellen wie dem N 4506 eingesetzt wurden. Der Verschleiß hält sich übrigens sehr in Grenzen. Dieses Gerät dürfte nur relativ wenige Betriebsstunden hinter sich haben. Es macht sehr gute Aufnahmen schon bei 4,75 bzw. 9,5 cm/sek.

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Hier ein Blick auf das Laufwerk des N4511. Die Antriebsmotoren machen ziemlich unangenehme Laufgeräusche. Hier sind wohl ein paar Tropfen Öl nötig...

Einer der beiden "Verantwortlichen" für die Laufgeräusche.

Leider ist das Öffnen der Motoren leichter gesagt als getan. Aber mit etwas Geduld ließen sich diese doch noch öffnen. Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher konnte die Rückseite mit einem der beiden Lager sowie den Kohlebürsten vorsichtig abgehebelt werden.

Hier ist der geöffnete Motor zu sehen. Ein paar Tropfen Schmiermittel für die Lagerbuchsen sorgten wieder für die erwünschte Laufruhe der Motoren. Der Deckel konnte durch vorsichtiges Andrücken wieder befestigt werden.

Umrüstung beim N4511 von Glühlämpchen auf LEDs

Das Philips N4511 hat der mittlerweile schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. So ist es auch kein Wunder, dass die Glühlampchen auf der Steuerplatine für das Laufwerk sowie die in den Anzeigeinstrumenten nach und nach den Geist aufgegeben haben. Nachdem nun nur noch zwei oder drei Lämpchen überhaupt funktionierten, habe ich mich dazu entschlossen, alle Lämpchen gegen Leuchtdioden auszutauschen. Die in diesem Tonbandgerät eingesetzten Glühlämpchen haben laut Schaltbild eine Spannung von 19 Volt bei einer Stromstärke von 40 Milliampere. Natürlich musste ich zusätzliche Vorwiderstände für die gelben, superhellen LEDs einlöten. Wegen der Spannungswerte der von mir bevorzugten Leuchtdioden habe ich mich für Vorwiderstände mit Widerstandswerten von 1000 Ohm entschieden. Diese musste ich nun zusammen mit den Leuchtdioden einlöten. Dies gelang auch soweit, und die Tasten wurden von den LEDs mehr oder weniger schön beleuchtet. Gleiches galt auch für die Beleuchtungen für die Anzeigeinstrumente. Letztere machten soweit keine Probleme. Bei den Tastenbeleuchtungen war dies jedoch etwas anders.

Hier ist noch einmal die ausgebaute Platine für die Laufwerkssteuerung zu sehen. In die Löcher in der Platine können die LEDs hineingesteckt werden. Verlötet werden sie auf der Bestückungsseite der Platine mithilfe entsprechender Lötstifte.

Auf diesem Bild ist deutlich zu sehen, was ich bereits angedeutet habe. Wegen des gebündelten Lichts der Leuchtdiode wird die Tastenfläche nicht gleichmäßig ausgeleuchtet. Glühlampen geben besser gestreutes Licht ab, weshalb sich diese hier problemloser einsetzen lassen. Lösen ließ sich dieses Problem dadurch, dass ich vor die Leuchtdiode ein Stück weißes Isolierband klebte. Dieses sorgte dafür, dass die Leuchtdioden gestreutes Licht abgeben und dadurch die Tastenflächen gleichmäßiger ausgeleuchtet werden. Mit durchgebrannten Glühlampen dürfte dieses Gerät nun keine Probleme mehr haben. Ein kleiner Nebeneffekt ist der, dass die Leuchtdioden natürlich etwas weniger Strom verbrauchen als die vormals eingesetzten Glühlampen.

Hier ist die Hauptplatine des Tonbandgerätes zu sehen. Auf dieser befinden sich die einzelnen Module für die Verstärkerteile sowie die Platine für die Geschwindigkeitsregelung des Capstan-Motors. Wird das Gerät häufiger transportiert, so kann es vorkommen, dass sich die Module aus den Fassungen lösen und es dadurch zu Fehlfunktionen kommt. Dies war auch bei meinem N4511 so. Nach einer Weile fing die Geschwindigkeitsregelung des Motors an zu spinnen und das Gerät wechselte ständig die Bandlaufgeschwindigkeit. Um diese Probleme zu beheben, sollten alle Steckmodule ausgebaut und deren Steckkontakte gründlich gereinigt werden (natürlich sollte man beim späteren Einbau die Einbaupositionen nicht verwechseln).

Der Widerstand hier im Bild ist an einem der beiden Haltemagnete am Laufwerk angelötet. Wie man deutlich erkennen kann, wurde er im Betrieb sehr warm. Er kam direkt mit der Rückwand des Gerätes aus Kunststoff in Berührung und hinterließ dort deutliche Spuren. Außerdem konnte es wohl kaum gut für den Elektrolytkondensator sein, durch den Widerstand so stark erhitzt zu werden. Deswegen entschloss ich mich, einen neuen Widerstand so einzubauen, dass er keinen weiteren Schaden anrichten konnte.

Fotos und Texte: Gerd Weichhaus

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