Loewe Opta Optacord 408

Loewe Opta Optacord 408

Tragbares Optacord 408 von Loewe Opta

Das Optacord 408 ist ein 2-Spur-Gerät der Firma Loewe Opta. Es wurde Mitte der 60er Jahre gebaut. Es verfügt über eine Bandgeschwindigkeit (9,5 cm/s), ein kleines Zeigerinstrument als Aussteuerungsanzeige bei Aufnahme bzw. Batteriekontrolle bei Wiedergabe. Der Lautstärkeregler ist zugleich der Pegelregler bei Aufnahme. Es ist ein recht einfach ausgestattetes tragbares Gerät, hat aber eine ganz gute Aufnahme-und Wiedergabequalität. Man kann es über das eingebaute Netzteil, über Batterien (4x Monozelle) oder eine externe Stromquelle betreiben. Anschlüsse sind ebenso vorhanden für Radio bzw. Verstärker und Lautsprecher bzw. Kopfhörer.

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Die Ansicht von vorn. Links der Lautsprecher mit Chromblende, der rote Hebel ist für die Aufnahme, daneben befindet sich der Lautstärkeregler. Darunter zu sehen sind die Laufwerkstasten, die man besser nicht überbeanspruchen sollte, da sie nicht unbedingt den stabilsten Eindruck machen.

Das Gerät von unten mit abgenommener Bodenplatte. Das Netzkabel kann bei Batteriebetrieb im Gehäuse verstaut werden (mit etwas Geduld). Der Netzstecker muss dann in eine entsprechende Buchse eingesteckt werden, damit Batteriebetrieb möglich ist.

Ein Blick in das Innenleben. Links unten das Batteriefach, darüber der Lautsprecher und die Verstärkerplatine. In der Mitte befindet sich der elektronisch geregelte Gleichstrommotor, direkt darunter die Platine zur Motorregelung.

Unten rechts das Netzteil mit den Sicherungen und die recht simpel gehaltene Laufwerksmechanik. Leider neigt mein Gerät stark zum Leiern. Dies liegt wahrscheinlich daran, das die gummierte Lauffläche des Schwungrades, auf der der Motor bei der Aufnahme und Wiedergabe aufliegt, mit der Zeit ausgehärtet ist. Außerdem liegt noch ein Fehler im Netzteil vor, da die Betriebsspannung zu niedrig ist. (ca.4 Volt) Wahrscheinlich liegt dies an einem Elko. Ich bin der Sache bis jetzt noch nicht weiter nachgegangen.

Nachtrag:


Hier ist das ausgebaute Netzteil zu sehen. Nachdem ich mir das Gerät nach einigen Jahren einmal angesehen habe, fiel mir ein Elektrolytkondensator auf, der anscheinend nicht mehr in Ordnung war. Es handelte sich um einen axialen Elko mit 100 Mikrofarad und einer Spannung von 16 Volt. Nach Austausch des Elkos lag am Netzteil eine um etwa 1,5 Volt höhere Spannung an.

Der Gleichrichter aus dem Netzteil des Optacord 408.

Der Netzteilelko und die Platine für die Drehzahlregelung des Motors.

Probleme macht immer noch der Reibradantrieb der Wickelteller.

Das (wieder) eingebaute Netzteil mit dem ausgewechselten Elko.

Das innen angebrachte Typenschild mit der Fabriknummer 408-20001.

 

Zum Schluss noch zwei Videos vom Optacord 408:

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Fotos und Texte: Gerd Weichhaus