Loewe Opta Optacord 403

Loewe Opta Optacord 403

Das Optacord 403 mit EL84-Endstufe

Das Optacord 403 ist ein 2-Spur-Gerät der Firma Loewe Opta. Es wurde Anfang der 60er Jahre gebaut. Es verfügt über zwei Bandgeschwindigkeiten (4,75 und 9,5 cm/s), Magisches Band als Aussteuerungsanzeige, Trickfunktion und ist mit Röhren bestückt (EF86, ECC83, EL84, EC92, EM84). Als ich es bekommen habe, war es zwar noch funktionsfähig, allerdings waren die Aufnahmen sehr leise und verzerrt. Auch eine gründliche Reinigung der Tonköpfe brachte hier so gut wie keine Besserung. Diese konnte ich erst feststellen, nachdem ich im Verstärkerteil einige Kondensatoren, vor allem die WIMA-"Schokobonbons", getauscht hatte.

Hier möchte ich Ihnen einige Bilder zeigen, die ich während der "Restaurierung" gemacht habe:

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Das Chassis wurde aus dem Gehäuse herausgenommen. Dadurch sind alle Teile des Gerätes gut zugänglich. Man kann links das Netzteil erkennen, daneben den Aussenläufermotor, der schwenkbar gelagert ist. Unten im Bild zu sehen sind die Vorverstärkerplatine und rechts die Endstufe mit einer EL84.

Die Ansicht von vorn. Man kann gut die fliegende Verdrahtung erkennen.

Das Netzteil.

Das Gerät bei einem ersten Probelauf. Die Wiedergabe war zwar klar, aber nur sehr leise. Eine mit diesem Gerät gemachte Aufnahme war noch leiser zu hören, außerdem klang sie stark verzerrt. Wie sich später herausstellte, waren dafür mehrere Kondensatoren im Vorverstärkerteil verantwortlich, die sehr niedrige Widerstandswerte hatten. Nach Austausch funktionieren nun Aufnahme und Wiedergabe laut und deutlich. Die Mechanik ist relativ einfach aufgebaut und auch nach den vielen Jahren voll funktionsfähig.

Hier wurden die Wickelteller entfernt; sie können einfach abgezogen werden.

Das Lager für das Schwungrad. Dieses ist nur auf der Unterseite zweifach gelagert. Das Teil mit dem blauen Kabel ist der Löschkopf, welcher gleichzeitig als linke Bandführung dient.

Nachdem alle Lager neu geschmiert wurden und alles wieder soweit zusammengebaut war, erfolgte ein Probelauf und das Einstellen der Köpfe und Bandführungen.

Das Gehäuse mit Lautsprecher. Der hat für seine geringe Größe einen erstaunlich guten Klang. Dies liegt wahrscheinlich nicht zuletzt an der Enstufe mit einer EL84 als Endröhre.

Fotos und Texte: Gerd Weichhaus

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